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Asiatische Hornisse am Niederrhein – Einsätze in Wesel, Kleve & Borken - Schädlingsbekämpfung Nienhaus

Asiatische Hornisse am Niederrhein und im Westmünsterland

Spätsommer am Niederrhein. Ein Imker aus Wesel schickt mir ein Foto: Vor einem Imkerstock liegt eine Hornisse – samtschwarz, orange Binde, gelbe Beinspitzen. Vespa velutina nigrithorax. Kein Einzelfund – irgendwo in der Nähe jagt ein ganzes Volk.

Tote Asiatische Hornisse mit gelben Beinspitzen – Fund vor Bienenstand im Kreis Wesel
Erstfund im Kreis Wesel: die „gelben Socken“ sind das sichere Merkmal.

Wir starten die Suche – wenige Tage später steht der Hubsteiger. Schutzausrüstung an, Teleskoplanze hoch in die Baumkrone: Die Realität der neuen Lage am Niederrhein.

Einsatz mit Hubsteiger: Team im Korb in Schutzanzügen bei der Nestentfernung
Fachgerechter Einsatz mit Hubsteiger und Spezialausrüstung.

Der neue Jäger – Wer ist die Asiatische Hornisse?

Biologisch erfolgreich – und bei uns problematisch: Sie jagt Honigbienen direkt am Flugloch, schwächt Völker massiv und baut große Freinester hoch in Bäumen.

Erkennungsmerkmale

  • Farbe: Thorax fast komplett schwarz; am Hinterleib schmale gelbe Binden, mit markanter orange-gelber Binde (Segment 4).
  • Beine: oben schwarz, gelbe Beinspitzen („gelbe Socken“).
  • Nester: kugel- bis birnenförmig, oft >10 m hoch in Baumkronen; Primärnester im Frühjahr kleiner und bodennäher.

Vergleichstabelle: Asiatische vs. Europäische Hornisse

Merkmal Vespa velutina Vespa crabro
Färbung Thorax schwarz, orange Binde am Abdomen Rotbraun-gelb, klassische Zeichnung
Beine Schwarz mit gelben Spitzen Durchgehend rotbraun
Nest Frei hängend, hoch im Baum Hohlräume (Dachboden, Baumhöhle)

Vom Ei zur Plage – Lebenszyklus (wann melden?)

  • Frühling (April–Juni): kleine Primärnester bodennah (Schuppen, Hecken, Dachvorsprünge). Beste Zeit zum Entfernen.
  • Sommer (Juli–August): Umzug ins hohe Sekundärnest (Baumkronen, >10 m). Nester werden groß und unauffällig.
  • Herbst (Sept.–Nov.): Maximalstärke, starke Beejagd. Nester oft bis Nov./Dez. aktiv.

Hotspots am Niederrhein

Vermehrte Einsätze in Wesel (Hamminkeln, Dinslaken, Moers), Kleve (Emmerich, Rees, Goch, Geldern, Kleve) und Borken (Bocholt, Rhede, Borken, Isselburg). Nähe zur NL-Grenze erhöht den Invasionsdruck.

Hoher Hubsteiger an Baumkrone – Sekundärnest der Asiatischen Hornisse
Sekundärnester sitzen häufig sehr hoch – Hubsteiger & Teleskoptechnik sind notwendig.

Was tun bei Sichtung oder Nestfund?

  • Ruhe & Abstand: mind. 5–6 m; keine Erschütterungen.
  • Dokumentation: Foto/Video (sicher), genauer Ort.
  • Melden:
  • Kein Alleingang: kein Spray, kein Wasser/Feuer – lebensgefährlich und rechtlich heikel.

Fachgerechte Nestentfernung

Rechtskonforme Entfernung mit zugelassenen Verfahren, PSA und Hubsteiger/Teleskoplanze. Nacharbeit (Kontrolle, Brutstilllegung, Absicherung) inklusive.

Gesichertes Nest der Asiatischen Hornisse im Fang-/Transportsack nach Entfernung
Nach der Entnahme: das Nest gesichert im Fangbeutel.

Kostenhinweis: Auf Privatgrundstücken meist Eigentümer zuständig. Frühe Meldung spart Aufwand und Risiko.

Für Imker: Druck reduzieren

  • Monitoring: Dochtgläser/Locktöpfe zur Präsenzkontrolle (nicht zum Fang).
  • Fluglochschutz: Vorbauten/Gitter testen; Flugbahn freihalten.
  • Triangulation: Sichtungszeiten & Flugrichtung notieren – hilft bei der Nestsuche.

Verdacht auf Asiatische Hornisse? Jetzt melden.

Stefan Nienhaus – Schädlingsbekämpfung
Riedweg 6, 46419 Isselburg
Inhaber: Stefan Nienhaus, IHK-geprüfter Schädlingsbekämpfer
Mitglied im: Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband e.V.

Telefon: +49 151 28139325
WhatsApp: 0151 28139325
E-Mail: info@schaedlingsbekaempfung-nienhaus.de

FAQ zur Asiatischen Hornisse

Wie erkenne ich sie sicher?

Schwarzer Thorax, orange Binde am Hinterleib und gelbe Beinspitzen. Etwas kleiner als die Europäische Hornisse.

Ist der Stich gefährlicher als bei Wespen?

Für Nicht-Allergiker ähnlich. Gefährlich wird es bei Neststörungen durch mögliche Massenangriffe.

Was tun bei Einzeltier?

Foto/Video aus sicherer Entfernung, Fundort notieren, melden. Nicht töten – Verwechslungsgefahr mit der geschützten Vespa crabro.

Wer trägt die Kosten der Entfernung?

In der Regel der Grundstückseigentümer. Frühzeitige Meldung verringert Aufwand und Kosten.